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IG Metall Ulm

IG Metall Geschäftsstelle Ulm



Betriebsräte berichten über ihre Arbeit

Pressedienst

08.03.2010 Betriebsräte berichten über ihre Arbeit und deren Stellenwert - REGINA FRANK

Im Lkw-Werk von Iveco wurde gerade gewählt. In anderen Betrieben steht die Wahl von Betriebsräten kurz bevor. Die Bedeutung dieser Institution geht über die reine Interessenvertretung hinaus.

Ulm. Ein Betriebsrat ist mehr als nur ein Sprachrohr der Belegschaft, er trägt zur inneren Ordnung im Betrieb bei. "Wir werden nicht so oft ausgetauscht wie das Management", sagt Stefan Baer, Betriebsratsvorsitzender bei EADS Deutschland, "wir bringen Konstanz ins Unternehmen." Der Wert betrieblicher Mitbestimmung zeigt sich überdies im Vergleich mit Schwesterstandorten in anderen Ländern. "Die Kollegen in Turin sind im täglichen Ausstand", berichtet der Betriebsratsvorsitzende des global agierenden Nutzfahrzeugherstellers Iveco Magirus, Bernhard Maurer, "wir in Ulm sind im täglichen Gespräch". Das deutsche Modell, das die Realität der Märkte und die wirtschaftliche Situation der Unternehmen mit berücksichtigt und auf Konsens ausgerichtet sei, würden sich die Turiner auch wünschen.

Die Plädoyers für die Institution Betriebsrat stehen im Zusammenhang mit den Wahlen, die von März bis Mai in den Betrieben stattfinden. Die Gewerkschaft IG Metall, der drei Viertel der amtierenden Betriebsräte angehören, gab einigen Vorsitzenden gestern in einer Pressekonferenz ein öffentliches Podium. Schließlich hat die Gewerkschaft ein ureigenes Interesse an starken Betriebsräten - und der Installation neuer Betriebsräte. Das Verhältnis zwischen beiden Arbeitnehmervertretungen ist ein symbiotisches. "Die IG Metall hat keinen Zugang in Betriebe ohne Betriebsräte", erklärt der erste Bevollmächtigte im Ulmer Büro, Reinhold Riebl, "und die Betriebsräte brauchen unsere fachliche Unterstützung." Rund 750 wurden zuletzt (2006) in 105 Betrieben für etwa 38 000 Beschäftigte gewählt. Bei einer Gesamtzahl von geschätzten 48 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie der Region Ulm waren folglich 10 000 ohne betriebliche Interessenvertretung. Riebl: "Gerade bei ihnen wollen wir die Diskussion anregen."

Bei Iveco ging die Wahl gerade über die Bühne. Die Wahlbeteiligung lag bei 88 Prozent. "Das beste Ergebnis seit vielen Jahren", sagt Maurer. "Es zeigt, dass die Arbeitnehmer in Krisenzeiten sehen, wie wichtig es ist, eine starke Interessenvertretung zu haben."

Anhang:

Bericht Südwest Prese 05.03.2010

Bericht Südwest Prese 05.03.2010

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Letzte Änderung: 08.03.2010


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