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IG Metall Ulm

IG Metall Geschäftsstelle Ulm



Aktion gegen Leiharbeit bei IVECO in Ulm

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24.02.2011 Auch bei den Firmen IVECO, IVECO BS sowie Kühne & Nagel legten die Beschäftigten vorzeitig die Arbeit nieder und strömten zu den Ausgängen um sich Info's über die Leiharbeit an zu hören.

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Pressedienst der IG Metall Ulm
An die Vertreterinnen und Vertreter der Medien

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ulm - Bei Iveco Magirus, Iveco Magirus Brandschutz und
bei Kühne & Nagel beendeten am 24. Februar 2011 insgesamt
mehr als 1.800 Beschäftigte vorzeitig ihren Arbeitsplatz
und strömten den Ausgängen zu. Im Rahmen eines bundesweit
von der IG Metall initiierten Aktionstags wird der Unmut
gegenüber dem Kurs der Bundesregierung dokumentiert.
Betriebsräte und IG Metall informierten die Beschäftigten über
aktuelle gesetzliche Regelungen und die allgemeine Situation
der Leiharbeitnehmer in der Region.
IG Metall Vertrauenskörperleitung und Betriebsrat betont: "Wir
brauchen dringend eine gesetzliche equal-pay-Regelung, die
in allen Betrieben angewandt werden muss." Der Betriebsrat
sieht das gesamte Einkommensgefüge in Gefahr. "Mit der
Leiharbeit wälzen die Arbeitgeber ihr unternehmerisches Risiko
voll und ausschließlich auf die Menschen in Leiharbeit ab."
Die Gewerkschaftsvertreter kritisieren, dass mit 18,6% fast
jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in
Deutschland von weniger als 8.50 EUR je Arbeitsstunde leben
muss. Damit ist nur noch ein Leben am Rande des Existenzminimums
möglich. Hinzu komme der Skandal, dass die im
Aufschwung geschaffenen Arbeitsplätze zu 85% in Form von
befristeter Beschäftigung oder als Leiharbeit angeboten würden.
Damit verlassen die Arbeitgeber die gemeinsam geschaffene
Grundlage mit der die schwere Wirtschaftskrise bewältigt
wurde. "Das ist Missbrauch zu Lasten der Arbeitnehmer. Hier
muss die Politik korrigierend eingreifen," so die Gewerkschafter
der IG Metall Ulm.
Im Rahmen des Aktionstags zum Thema Leiharbeit informierte
des Weiteren der Betriebsrat von Schwäbische Hüttenwerke
in Bad Schussenried rund 100 Beschäftigte.
Bei Evobus Service Center wurden die Leiharbeitnehmer in
Gruppengespräche vom Betriebsrat informiert.
Unter dem Motto "Arbeit - sicher und fair" fordert die IG Metall
einen "Kurswechsel für ein Gutes Leben." Hierzu gehöre, dass
es für die Arbeitssuchenden die Perspektive von Festanstellungen
geben muss, statt über Jahre hinweg in die Leiharbeit
oder Befristung abgeschoben zu werden.

Wir informierten bereits über die Aktionen in der vergangenen
Woche. Hier noch mal der Überblick:

Bereits in der vergangenen Woche am 17.2.2011 verließen
rund 2000 Beschäftigte von Evobus früher als sonst üblich
ihren Arbeitsplatz und informierten sich auf Kundgebungen an
den Ausgängen des Werksgeländes zum Thema Leiharbeit.
Außerdem kamen bei Neuweg in Munderkingen und in den
Liebherr-Gesellschaften der Region am 17. und am
18.2.2011 gut 500 Leiharbeitnehmer zu den als Versammlungen
durchgeführten Sprechstunden der Betriebsräte.
Bei Handtmann wurden die Leiharbeitnehmer von IG Metall
und Betriebsrat am Arbeitsplatz "besucht" und informiert. Bei
Deutz fand den Tag über eine besondere Sprechstunde für
Leiharbeitnehmer beim Betriebsrat statt.
Des Weiteren fanden Betriebsversammlungen bei Diehl in
Laupheim und bei Gerster in Biberach mit Leiharbeit als
Schwerpunktthema statt.

Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Dreher

*Die Pressemitteilung finden Sie als Datei im Anhang*

Anhang:

Pressemitteilung IVECO

Pressemitteilung IVECO

Dateityp: PDF document, version 1.4

Dateigröße: 13.89KB

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Letzte Änderung: 24.02.2011


Adresse:

IG Metall Ulm | Weinhof 23 | D-89073 Ulm
Telefon: +49 (731) 96606-0 | Telefax: +49 (731) 96606-20 | | Web: www.ulm.igm.de

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