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IG Metall Geschäftsstelle Ulm



IG Metall fordert höhere Renten

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28.02.2017 Die IG Metall hat von der Politik einen Kurswechsel in der Rentenpolitik gefordert. Die Parteien müssen im Jahr der Bundestagswahl endlich Farbe bekennen.

"Stehen sie für ein Alterssicherungskonzept mit auskömmlichen Renten oder schauen sie dem Sinkflug des Rentenniveaus weiter zu", sagte Hans-Jürgen Urban, für Sozialpolitik zuständiges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, auf der Rentenkonferenz der Gewerkschaft am Freitag in Berlin.

Bereits im Juli 2016 hatte die IG Metall ihr Konzept veröffentlicht, dessen Basis die Forderung nach einer Stabilisierung und mittelfristigen Anhebung des Rentenniveaus ist. "Unsere Vorschläge für einen Strategiewechsel in der Rentenpolitik liegen seit Monaten auf dem Tisch - jetzt sind jene gefordert, die im Herbst gewählt werden wollen", sagte Urban.

Der Gewerkschafter wandte sich gegen "selbsternannte Jugendschützer". Diese propagierten Leistungskürzungen bei der Rente mit dem Verweis auf kommende Beitragslasten, in Wahrheit handelten sie aber gegen die Interessen der Jüngeren. "Es sind doch gerade die Jungen, die den Preis für die Leistungskürzungen bei der gesetzliche Renten zahlen und hinter immer größeren Renten-Lücken an unsicheren Kapitalmärkten hinterhersparen sollen", sagte Urban.

Laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest/Kantar Public im Auftrag der IG Metall gehen drei Viertel der Erwerbstätigen (74 Prozent) nicht davon aus, ihre aktuelle Tätigkeit bis ins hohe Alter ausüben zu können - bei den Arbeitern sind es sogar 93 Prozent. "Die Jüngeren sollen zukünftig auch noch bis ins hohe Alter arbeiten, bis 70, 73 oder noch länger. Das geht an der Realität in den Betrieben vorbei. Wer die Regelaltersgrenze weiter hochtreibt, kürzt damit die Renten", kritisierte Urban auf der Konferenz, an der rund 200 Betriebsräte, Jugendvertreter, gewerkschaftliche Vertrauensleute sowie Politiker teilnahmen. Zum Abschluss diskutierten Vertreter von Jugend- und Studierendenorganisationen sowie der älteren Generation, wie eine wieder am Versorgungsbedarf ausgerichtete Rentenpolitik erreicht werden kann. Damit setzten sie ein weiteres Zeichen der Generationensolidarität.

Bereits am Morgen hatten rund 100 junge und ältere Gewerkschafter mit einer Aktion vor dem Gebäude der Arbeitgeberlobby "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)" in Berlin deutlich gemacht, dass sie sich in Fragen der sozialen Sicherheit nicht spalten lassen. Ralf Kutzner, für Kampagnen zuständiges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, sagte dort: "Die Arbeitgeber geben Millionen für die Ablenkungskampagnen der INSM aus, um eine gerechte Rente zu verhindern. Mit ihrer Forderung nach weiteren Rentenkürzungen statt paritätischer Altersvorsorge ist die INSM die Totengräberin unseres Sozialstaats."

Letzte Änderung: 28.02.2017


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